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Vogelinfos

Auf dieser Seite wollen wir Informationen, Ratschläge und Tipps  zu Haltung und Pflege von Vögeln geben ! 

 

Unterschied zwischen Papageien und Sittichen !!!

Gruener Kongopapagei

                                        Das wichtigste gleich vorweg:

Alle Sittiche sind auch Papageien, aber nicht jeder Papagei ist ein Sittich!

Die Bezeichnung „Sittiche“ bezieht sich auf eine uneinheitliche Gruppe von Papageienvögeln, die teils aus Asien, teils aus Australien und teils aus Südamerika stammen.

Die Verwendung des Ausdrucks „Sittich“ hat vorwiegend traditionelle Gründe und ist so gesehen wissenschaftlich unkorrekt, da die Papageien, in dieser Gruppe enthalten sind, völlig unterschiedliche Gattungen darstellen und außer ihrem Aussehen (recht schlank wirkende Gestalt, langer Schwanz, eleganter Flug) nichts gemein haben.

 Der Ausdruck Sittich kommt übrigens vom lateinischen „psittacus“, was ganz einfach „Papagei“ bedeutet: Wissenschaftlich wird „Sittich“ nicht verwendet, denn für einen Biologen gibt es nur die große Familie der Papageien (Psittacidae), die sich in die einzelnen Unterfamilien und Gattungen unterteilt.

Im allgemeinen Sprachgebrauch hingegen ist der Ausdruck „Papageien und Sittiche“ recht üblich. Wird er verwendet, dann meist in Anspielung auf die beachtlichen Größenunterschiede, die innerhalb der Familie der Papageien auftreten.

Mit „Papageien“ sind dann meist die größeren Gattungen gemeint (Aras und große Kakadus) und unter Sittichen versteht man die kleineren Arten(z.B. Wellensittiche, Rosellasittich, Halsbandsittich).

Hoffentlich hilft es etwas weiter!!!!!

 

Der Wellensittich

Im 19. Jahrhundert brachte der Engländer Gould erstmals einige Exemplare der kleinen Papageienart von Australien nach Europa. Er gab ihnen den lateinischen Namen "Melopsittacus undulatus", was übersetzt "melodischer Papagei mit Wellenlinien" heißt. Diese ersten noch ursprünglichen Exemplare des Wellensittichs waren hauptsächlich grün und gelb.Hiermit begann die Zucht in Europa und seitdem ist der Wellensittich der beliebteste Vogel in der Haustierhaltung und in fast allen Farbspielarten zu haben

Das Wichtigste bei der Anschaffung eines Wellensittichs: Es sollte nicht bei einem bleiben! Sittiche sind Schwarmtiere und brauchen unbedingt Gesellschaft von mindestens einem Artgenossen.

 Wellensittiche haben eine relativ hohe Lebenserwartung. Sie können bis zu 15 Jahre und älter werden. Die Anschaffung sollte also wohl überlegt sein.Wellensittiche können sie bei einem Züchter,  in einer  Zoohandlung, oder  im Tierheim erwerben. Der einfachste Weg für einen Anfänger ist wahrscheinlich der Züchter oder ein Zoofachgeschäft, sie sollten jedoch einiges beachten, um auch wirklich gesunde Tiere zu bekommen.

  1. Achten Sie darauf, dass die Vögel nicht zu eng in einem Käfig zusammengepfercht sind. 

  2. Der Züchter, Verkäufer sollte Ihnen fachkundig und geduldig Ihre Fragen beantworten.

  3. Die Vögel selbst sollten munter sein, sich putzen und sich mit ihren Gefährten beschäftigen. Das Gefieder sollte leicht glänzen und eng anliegen, nicht aufgeplustert oder zerrupft wirken. Augen, Schnabel und After sollten sauber sein.

Geeignete Käfige für Wellensittiche finden Sie im gut sortierten Fachhandel, auch wenn man den Tieren täglichen Freiflug gewährt ist ein ausreichend großer Käfig zu wählen. Empfehlenswert sind Käfige mit Querverdrahtung. Einige Modelle haben auch ausklappbare Spiel und Kletterplätze. Sitzstangen sollten unterschiedliche Stärken haben, angepasst an die Füße der Sittiche haben, auch frische Zweige bieten noch zusätzliche Sitzgelegenheiten und werden auch gerne abgenagt. Als Einstreu für den Käfig eignen sich Vogelsand oder Buchenholzgranulat.Wellensittiche sind überwiegend Körnerfresser, im Fachhandel gibt es spezielle Futtermischungen das auf die Bedürfnisse der Vögel abgestimmt ist, vergessen sollte man nicht jeden Tag frisches Wasser zu geben auch frisches Grünzeug und etwas Obst können den Vögeln angeboten werden. Wer Wellensittiche nachzüchten möchte muss beachten, das diese Vögel zu der Gruppe der Papageien, (Krummschnäbel) zählt und Beringungspflicht besteht, nur mit einer ausgestellten Zuchtgenehmigung  ist dies erlaubt.Diese Zucht muss beim zuständigen Veterinäramt angemeldet werden und nach einer Prüfung kann eine Zuchtgenehmigung erteilt werden.  Bei allen Dingen beachten Sie bitte, dass das Tierschutzgesetz Richtlinien für die Haltung und Pflege und in wenigen Fällen auch für die Züchtbarkeit beinhaltet, die genauestens zu beachten sind.

Lektüre die weiterhelfen kann: 

Franck-Kosmos-Verlag Stuttgart:

Gesellige Wellensittiche; von Bernhard Größle

Handbuch für Wellensittiche; von G – A Radtke

Eugen Ulmer-Verlag Stuttgart

Wellensittiche; von Theo Vins

 

Der Kanarienvogel

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt dieser hübsche Vogel ursprünglich von den Kanarischen Inseln, wissenschaftliche Bezeichnung: Serinus canaria. Vor rund 500 Jahren kamen dann die ersten Exemplare aufs Festland, wo sie in den darauf folgenden Jahrhunderten weitergezüchtet wurden. Mittlerweile gibt es den Kanarienvogel in mehreren Rassen und vielen Farben. Nach dem Wellensittich ist er zum beliebtesten Heim-Vogel geworden.

Bekannt sind die Kanarienvögel für ihren ausdauernden Gesang, der beim Männchen allerdings deutlich ausgeprägter ist, als beim Weibchen. Kanarienvögel sind Einzelgänger, setzen Sie bitte niemals zwei Männchen zusammen in einen normalen Stubenkäfig, die Revierkämpfe können bis zum Tod des schwächeren Tieres führen. Eine paarweise Unterbringung ist zu empfehlen wenn Sie Nachkommen erhalten wollen. In einer großen geräumigen Voliere können die Kanarien auch mit anderen Vögeln zusammen gehalten werden.

Möchte man sich einen oder zwei Kanarienvögel kaufen, führt der erste Weg des Anfängers wohl erst einmal in den Zooladen. Sie sollten hierbei unbedingt auf gute Haltungsbedinungen achten.  Die Vögel sollten nicht zu eng in einem Käfig zusammengepfercht sein 

   - Der Verkäufer sollte Ihnen fachkundig und geduldig Ihre Fragen beantworten können.

   - Die Vögel sollten einen munteren und neugierigen Eindruck machen. Das Gefieder sollte anliegend und

    glänzend sein und nicht zerrupft oder aufgeplustert. Augen, Schnabel und After sollten sauber sein.     

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihr Vogel liebevoll und verantwortungsbewusst aufgezogen wurde, können Sie den Weg zum Züchter wählen. Adressen finden Sie in Fachzeitschriften. Einen organisierten Züchter erkennen Sie an den Fußringen, die seine Vögel tragen. Dieser enthält die Registrierungsnummer von AZ oder DKB (Zuchtverbände). Achten Sie auch bei einem Züchter auf die oben genannten Punkte.

Passende Käfige sind in einer guten Zoohandlung eventuell auch bei Züchtern erhältlich. Als Einstreu empfiehlt sich Vogelsand oder das Buchenholzgranulat.

Der Kanarienvogel gehört zu der großen Gruppe der Körnerfresser. Seine Hauptnahrung besteht aus einer speziellen Körnermischung, bestehend aus u. a. Spitzsaat, Rübsen, Salatsamen und ganz wenig Hanf, diese Futtermischungen werden im Fachhandel angeboten. Zur Versorgung gehört auch der tägliche Wasserwechsel. Wenigstens einmal pro Woche sollte auch eine Vitaminversorgung erfolgen. Auch frisches Grünzeug und Obst sollte gereicht werden. Jeden Tag sollten Sie den Käfig oberflächlich reinigen, also Kot und Futterreste vom Boden und den Sitzplätzen entfernen und Futter- und Wassergefäße spülen und auffüllen. 

Einmal im Jahr, meist im Spätsommer wechselt der Kanarienvogel sein gesamtes Gefieder, man spricht hier von der Mauser, auch wenn der Vogel dann traurig aussieht ist dies keine Krankheit.

Trotzdem fordert diese Mauser die ganze Kraft Ihres kleinen Hausgenossen, deshalb sollten Sie in dieser Zeit die für einen neuen Federaufbau benötigten Stoffe mit erhöhten Eiweißgehalt dem regulären Futter beimischen.

Bei allen Dingen beachten Sie bitte, dass das Tierschutzgesetz Richtlinien für die Haltung und Pflege und in wenigen Fällen auch für die Züchtbarkeit beinhaltet, die genauestens zu beachten sind.

Lektüre die weiterhelfen kann:

Verlag Franckh-Kosmos, Stuttgar

Muntere Kanarienvögel;  M. Monthofer

Falken Verlag, Niedernhausen

Alles über Kanarienvögel;  Heinz Schnoor

Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart

Kanarien;  Klaus Speicher

 

Der Nymphensittich

Die erste wissenschaftliche Bezeichnung des Nymphensittichs war Psittacus novaehollandiae (1788) nach dem damaligen Namen Australiens, "Neu-Holland". Wenige Jahre später wurde er in Psittacus hollandicus umbenannt und erhielt 1832 seinen jetzigen Namen Nymphicus  hollandicus. Der Begriff Nymphicus stammt aus dem Griechischen und bedeutet Braut, nymphikos bedeutet bräutlich, mädchenhaft. Vermutlich erhielt der Nymphensittich seinen Namen durch seine schlanke, nymphenhafte Gestalt.

Im Englischen heißt der Nymphensittich cockatiel, was soviel wie "Kleiner Kakadu" bedeutet.

Im Heimatland Australien wird er häufig Quarrion genannt, was aus der Eingeborenensprache stammen soll.

Nur der deutsche Name "Nymphen" Sittich ist von der wissenschaftlichen Bezeichnung abgeleitet.

Heimat: Inneres von Australien, offene Savannen, Steppen, Grasland.                                                          

Neben dem Wellensittich ist er der weitverbreiteste Sittich in Australien.

Größe und Aussehen:

Länge: ca. 30-32 cm

Gewicht: ca. 80-100 g

Männchen: Grau, Unterseite etwas blasser, Stirn, Wangen, Kehle und Haube gelb, roter Fleck um die Ohrregion. Schnabel grau, Iris dunkelbraun, Beine grau.

Weibchen: Kopf und Haube grau mit etwas gelb überhaucht, Ohrfleck matter als beim Männchen, Armschwingen grauweiß, Schwanzunterseite mit grauweißer Querbänderung.

Jungvögel: Den Weibchen ähnlich, manche Männchen bereits intensiver gefärbt. Volle Ausfärbung nach ca. 9 Monaten.

Der Nymphensittich wird durchschnittlich 15-20 Jahre alt, 25 Jahre und mehr sind auch möglich.

Wenn Sie sich dazu entscheiden einen Nymphensittich zu erwerben, suchen Sie am besten einen guten Züchter, oder eine gute Zoofachhandlung.

Der Nymphensittich ist auch ein Tier was Gemeinschaft braucht, daher empfiehlt es sich mindestens 2 Tiere zusammenzuhalten.

In der freien Natur leben die Tiere paarweise oder in kleinen Gruppen. Gelegentlich auch in großen Schwärmen bis zu einigen hundert Vögel.

Auch der Nymphensittich gehört zu den Körnerfressern:

Großsittichfutter (Glanz, Kardi, Platahirse, Hafer, Weizen, Hafer, Buchweizen, wenige Sonnenblumenkerne, Hagebuttenkerne, Negersaat, Wildsamen, Paddyreis, Leinsaat, Hanf, Gurkenkerne), auch Keimfutter, Obst, Gemüse, Grünfutter, Beeren können gereicht werden.

Für die Unterbringung der Vögel sollte ein ausreichend großer Käfig, der in einem guten Zoofachgeschäft erhältlich ist angeschafft werden, oder eine Voliere mit viel Freiflug auch eine  Außenvoliere (Mindestmaße: 2,50x1,50x2 m LxBxH) mit frostfreiem Schutzraum ist möglich.

Nymphensittiche sind robust und ausdauernd. Sie nagen im Vergleich zu anderen Großsittichen relativ wenig. Trotzdem sollten frische Zweige und Spielzeug wie z.B. eine Korkrinde zum Nagen zur Verfügung stehen, da Möbel und Tapete sonst oft leiden. Allerdings hilft anderes Spielzeug nicht immer, um von Tapeten und Möbeln abzulenken.

Sie lassen sich oft gerne mit Wasser beregnen oder baden gerne. Deshalb sollten sie regelmäßig mit einer Blumenspritze besprüht werden und / oder eine Badegelegenheit angeboten bekommen. Sie können sehr zahm werden und einige Töne und Wörter nachahmen. In der Regel sind sie ruhige Sittiche, die aber laut rufen können, was in Mietwohnungen auch zu Problemen mit Nachbarn führen kann. Typisch für Männchen ist ihr melodiöser Balzgesang. Weibchen haben nicht so viele Töne in ihrem Repertoire.

Nymphensittiche sind sehr friedliche Sittiche, die mit anderen friedlichen Sittichen, z.B. Wellensittichen oder Laufsittichen, oder auch mit Prachtfinken zusammen gehalten werden können.

Wer Nymphensittiche nachzüchten möchte muss beachten, das diese Vögel zu der Gruppe der Papageien, (Krummschnäbel) zählt und Beringungspflicht besteht, nur mit einer ausgestellten Zuchtgenehmigung  ist dies erlaubt.

Diese Zucht muss beim zuständigen Veterinäramt angemeldet werden und nach einer Prüfung kann eine Zuchtgenehmigung erteilt werden.

Bei allen Dingen beachten Sie bitte, dass das Tierschutzgesetz Richtlinien für die Haltung und Pflege und in wenigen Fällen auch für die Züchtbarkeit  beinhaltet, die genauestens zu beachten sind.

Lektüre die weiterhelfen kann:

Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart

Großsittiche; K. Kolar; K. H. Spitzer

Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart

Nymphensittiche; G. A. Radtke

 

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